
Dozent des Meisterkurses "Klaviertage Unterelbe" 2011
Bernd Goetzke wurde 1951 in Hannover geboren, wo er
schon als 13jähriger an der Hochschule für Musik und Theater
aufgenommen wurde. Hier studierte er bis zu seinem Konzertexamen
1975 bei Prof. Karl-Heinz Kämmerling.
Eine weitere wichtige Phase seiner Ausbildung war seine langjährige Verbindung mit Arturo Benedetti Michelangeli (1969 bis 1978), der ihn als seinen letzten Schüler bezeichnete.
Außerdem arbeitete er in Beethoven-Kursen mit
Wilhelm Kempff und Claudio Arrau zusammen.
Bernd Goetzke erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise in internationalen
Wettbewerben (z.B. Paris, Mailand, Epinal, Athen, Brüssel).
Schon im Alter von 25 Jahren wurde Bernd Goetzke als Dozent an die Hochschule für Musik und Theater Hannover berufen, wo er1982 zum Professor ernannt wurde. Heute ist Bernd Goetzke einer der meistgesuchten Lehrer und Musiker in Deutschland. Er unterrichtet eine Klasse von jungen Pianisten aus aller Welt, unter denen sich viele Preisträger internationaler Wettbewerbe befinden.
Er gibt darüber hinaus weltweit Meisterkurse,
ist an der Hochschule für Musik und Theater Hannover Leiter
der Soloklasse und in vielfältiger Weise in den Bereichen der
Ausbildung und Förderung junger Solisten und des talentierten
Nachwuchses - auch außerhalb der Hochschule - interessiert
und engagiert: Als Jurymitglied in zahlreichen Wettbewerben (Moskau,
München, Bolzano, Orléans,
Oslo, London, St. Petersburg, Kharkov, Salt Lake City, Shanghai,
Shenzhen, Sendai und viele andere),
als Künstlerischer Berater des Festivals "Braunschweig
Classix" oder als Vorsitzender eines Fördervereins für
junge Solisten ("Friedrich-Jürgen-Sellheim-Gesellschaft").
Seit dem Jahr 2000 ist er außerdem Direktor
des von ihm konzipierten und gegründeten Instituts zur Früh-Förderung
musikalisch Hochbegabter(IFF) an der Hochschule für Musik und
Theater Hannover,
dem ersten Institut dieser Art in Deutschland, das sich inzwischen
bundesweit als erfolgreiches Modell für zahlreiche Nachfolgeprojekte
erwiesen hat.
In Bernd Goetzkes Repertoire spielen die Namen Bach, Scarlatti, Haydn, Beethoven, Schumann und Debussy eine sehr wichtige Rolle; in jüngerer Zeit hat hier das 20. Jahrhundert einen wachsenden Anteil - Ausdruck seiner Faszination vom stilistischen Reichtum und der nahezu unendlichen Vielfalt der Perioden zwischen Spätromantik und Avantgarde. Als Beispiele seien genannt die Namen Messiaen (alle Préludes, Quatuor pour la Fin du Temps), Schönberg (Pierrot Lunaire, Klavierstücke), Bartóks Sonate für 2 Klaviere und Schlagzeug und sein Klavierquintett (deutsche Erstaufführung), Skrjabin (u.a. "Prometheus"), beide Rhapsodien von Gershwin, John Cage oder Toru Takemitsu.
Ferner hat Bernd Goetzke einige Schriften zu
Fachthemen verfasst, z.B. "Freiheit der Interpretation",
"Pedaltechnik", "Artikulation und Phrasierung in
klassischen Werken", "Charakteristika Bachscher Melodik".
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Bernd Goetzke was born in Hanover, Germany, in 1951. He was already accepted as a student at the Hanover College of Music and Drama at the early age of 13. Here he studied piano with Prof. Karl-Heinz Kämmerling, obtaining his Concert Soloist’s Diploma in 1975. Another important phase in Goetzke’s pianistic development was his long association (1969 to 1977) with Arturo Benedetti Michelangeli, who regarded him as his last pupil. He also participated in Beethoven courses given by Wilhelm Kempff and Claudio Arrau.
Bernd Goetzke was awarded prizes in several international competitions (Paris, Milan, Athens, Brussels, amongst others).
At the age of 25, he was appointed lecturer at the Hanover College of Music and Drama and became professor in 1982.
Today, Bernd Goetzke is one of Germany’s most sought-after teachers and musicians. He teaches a class of young pianists from all over the world and many of them have become prize winners in international competitions.
